Pflanzenfilter

Teichpflanzen entziehen dem Wasser Nährstoffe und bauen damit Biomasse in Form von Blättern, Stängeln und Wurzeln auf. An nährstoffarmen Plätzen wächst die Vegetation schlechter als bei optimaler Nährstoffversorgung. Diesen Effekt macht man sich (u.a.) in Pflanzenfiltern zu Nutze, wobei nicht alle Teichpflanzen gleichermaßen geeignet sind. Es kommen spezielle Repositionspflanzen (Filterpflanzen) zum Einsatz. Das Schilf ist der bekannteste Vertreter dieser Gruppe und gilt als regelrechter Nährstofffresser.

Bakterien und Pflanzenfilter

Die Reinigungspflanzen führen selbst aber nur einen Teil der Abbauleistung durch. Mindestens genauso wichtig für den Abbau der Nährstoffe und Schadstoffe sind die Bakterien Gemeinschaften an ihren Wurzeln. Überhaupt kommt dem gesamten Wurzelsystem der Filterpflanze große Bedeutung zu. Viele Feinwurzeln bilden eine große effektive Oberfläche. Eine gleichmäßige und tiefe Durchwurzelung des Bodenkörpers zeichnet leistungsfähige Bodenfilter aus. Einige Repositionspflanzen liefern bodenverbessernde Wurzelausscheidungen und keimtötende Antibiotika ähnliche Stoffe. Die Durchwurzelung des Filterbodens verbessert seine Sauerstoffversorgungund damit die mikrobielle Reinigungsleistung.
Sie sehen, Pflanzenfilter sind ein komplexes Thema. In Form von Filtergräben, bepflanzten Bodenfiltern, ausgewählten Anti-Algen Sortimenten oder als Schwimminsel stehen sie als effektive biologische Filter zur Verfügung. So kann das Wasser von Schwimmteichen vollständig über einen Pflanzenfilter gereinigt werden. In anderen Fällen bieten sich wasserreinigende Repositionspflanzen als zusätzliche Biostufe nach einem Kammerfilter oder Vliesfilter an.

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